ınnOscı Future Lab

Im Rahmen des Forums Offene Innovationskultur innOsci stellt sich der Stifterverband der Herausforderung, Open Ansätze und ihre Pioniere zu stärken. Zwölf Fellows nahmen am innOsci Future Lab teil und brachten ihre Expertise in das Design-Team eines Policy-Innovationslabors ein. Thema des Labs war: Open Practices an Hochschulen: Wie können wir Open-Pioniere dabei unterstützen, Breitenwirkung in ihren Einrichtungen zu entfalten, um den gesellschaftlichen Impact von Wissenschaft zu stärken?

Im Lab wurde ein Verständnis über hemmende Faktoren einer intensiveren und breiteren Nutzung von Open-Ansätzen in der Wissenschaft entwickelt und Lösungen zum Abbau dieser. Aus den Erkenntnissen wurden strategische Empfehlungen für Wissenschaftseinrichtungen abgeleitet und diese bei der Umsetzung von Strategien unterstützt. Die Ziele:

  • Nutzerzentrierte Lösungen zur Skalierung von Open-Ansätzen in Wissenschaftseinrichtungen sind bekannt und implementiert.
  • Open Pioniere sind sichtbar, erfahren Wertschätzung und Unterstützung in ihren Einrichtungen.
  • Wissen, Techniken, Arbeitsweisen und Erfahrungen aus Open-Pilotprojekten werden systematisch erfasst, ausgewertet und, soweit sinnvoll und möglich, skaliert.
  • Open Diskurse werden ganzheitlich geführt, eine offene Innovationskultur an Wissenschaftseinrichtungen ist etabliert. Damit verbundene Arbeitsweisen sind vertraut.

​Im Rahmen des Programms entstanden Produkte, die helfen, Hürden für Pioniere besser zu verstehen und abzubauen. Diese Analysen, Tools und Handlungsempfehlungen sollen einen Beitrag zur weiteren Skalierung von Open-Ansätzen leisten.

Das Förderprogramm war zweistufig aufgebaut. Im ersten Schritt identifizierten wir Treiberinnen und Treiber von Veränderungsprozessen und stellten sie in das Zentrum der Betrachtung und des Lernens. Fellowships eröffneten dabei den Geförderten Freiräume, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen und die jeweilige Expertise in das Future Lab einzubringen.

Obgleich die erste Phase des Programms Einzelpersonen adressierte, zielte die inhaltliche Arbeit im Innovationslabor darauf ab, Lösungen zur Stärkung von Open Practices zu entwickeln, die über entsprechende Strukturen, Prozesse und Kulturen stärker systemisch wirken. Policy Maker erhielten Einblick in die Belange von Open Practice Innovatorinnen und Anwendern. Sie lernten Hürden bei der Etablierung von Open Practices an Wissenschaftseinrichtungen kennen und Möglichkeiten, diese zu umgehen.

In einer zweiten Förderphase unterstützte der Stifterverband Wissenschaftseinrichtungen, welche im Future Lab erarbeitete Lösungsansätze in Form von Realexperimenten erprobten. Mit seinen Aktivitäten strebte das innOsci Future Lab an, Open Practices in der Wissenschaft strategisch zu verankern, die Arbeitsbedingungen von Open Innovatorinnen und Anwendern zu verbessern, und entwickelte so offene Wissenschaft für mehr gesellschaftlichen Nutzen und Wertschöpfung weiter.

Die Arbeit im Future-Lab-Design-Team

Das Programm richtete sich an Praktikerinnen und Praktiker sowie Gestalterinnen und Gestalter von Open Practice aus Wissenschaft, Wissenschaftsmanagement, Politik und Verwaltung, Kultur oder Wirtschaft,

  • die Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses offen zugänglich und nachnutzbar machen,
  • Crowdsourcing, Co-Creation oder andere Öffnungsansätze in ihrer Arbeit nutzen oder
  • Rahmenbedingungen für eine offene Innovationskultur in der Wissenschaft gestalten.

Das Programm umfasste dabei

  • als Mitglied des Future-Lab-Design-Teams eng in die Arbeit von ınnOscı eingebunden zu sein und Policy-Empfehlungen mitzugestalten
  • an konkreten Lösungsvorschlägen in Form von Serviceleistungen, Instrumenten oder Handlungsempfehlungen für Open Practices an Hochschulen zu arbeiten
  • die Aufarbeitung der Ergebnisse
  • sich in Design-Thinking-Methoden zu qualifizieren
  • Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten
  • sich zu vernetzen und in der Community sichtbarer zu werden.
Die Geförderten

Für das Jahr 2020 wurden zwölf Förderungen vergeben, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind. Dabei handelt es sich um individuelle, personengebundene Stipendien, die den Teilnehmenden des Design-Teams Freiräume und Ressourcen für ihr Engagement im Rahmen des Programms verschaffen soll:

Frederik Eichler

Nausikaä El-Mecky, PhD (Cantab.)

Dr. Patrick Figge

Hans Dieter Gräfen

Nils Hachmeister

Dr. Verena Heise

Dr. Ulrich Herb

Marcel Knöchelmann

Damian Paderta

Henriette Ruhrmann, MPP

Mag. Petra Siegele

Magdalena Wailzer, M.Sc.

Termine

Der Online-Kick-off zum Programmstart fand am 28. Mai 2020 statt. Hier hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich und die Arbeit im ınnOscı Future Lab kennenzulernen. Die Veranstaltung bot darüber hinaus Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu Erfahrungen und Fragestellungen rund um die Themen Open Innovation und Open Science.

Das Future Lab fand als Workshopreihe in drei Modulen statt:
●  Sprint 1: 8. bis 12. Juni 2020
●  Sprint 2: 12. bis 16. Oktober 2020
●  Impact-Workshop: 17. November 2020

Am 10. August 2020 fand ein Stakeholder-Dialog im Rahmen des Online-Workshops „Potenziale und Hürden offener Wissenschaft aus der Perspektive von Open Pionieren und Policy Makern“ statt. Dort wurden Beobachtungen und Annahmen aus dem innOsci Future Lab vorgestellt und mit einem ausgewählten Kreis von Policy Makern reflektiert.

Das Programm endete nach einer Laufzeit von zwölf Monaten mit einer Abschlussveranstaltung. Hier wurden gesammelte Erfahrungen und Erkenntnisse zum Programm ausgetauscht und Ergebnisse aus dem ınnOscı Future Lab vorgestellt. Ein Poster fasst Handlungsnotwendigkeiten und -optionen aus Sicht von Open Innovator:innen und Anwendern zusammen.